Fernsehen

buten un binnen wird 40

Am 1. September 1980 startete Radio Bremen ein tägliches Regionalmagazin und avancierte damit zum Musterbeispiel für kritische regionale Fernsehberichterstattung.

Logo buten un binnen
Bild: Radio Bremen

Sowas hatte das deutsche Fernsehen noch nicht gesehen: Am 1. September 1980 startete Radio Bremen mit buten un binnen ein tägliches Regionalmagazin. Frech kam das rüber, nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit den Zuschauerinnen und Zuschauern. Schnell avancierte das Magazin zum Musterbeispiel für kritische regionale Fernsehberichterstattung – und brach durch saloppe Kleidung, direkte Sprache und eine nie gekannte Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten manche gültige TV-Konvention. Der journalistische Kern von buten un binnen ist auch 40 Jahre später noch gültig: eine faktenbasierte, kritische, unabhängige Berichterstattung aus der Region für die Menschen in der Region. 

Am Dienstag, 1. September 2020, um 19:30 Uhr erinnert buten un binnen an seine Geschichte, seine Macherinnen und Macher und schaut in Gegenwart und Zukunft mit Studiogast Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen. 

„Menschen möchten wissen, was vor ihrer Haustür passiert – das was ihr ganz unmittelbares Leben beeinflusst. Unsere Mission ist es immer gewesen, das zu erzählen. Als ein verlässlicher Begleiter täglich über das Wichtigste aus der Region zu informieren“, sagt Programmdirektor Jan Weyrauch: „Da sind wir ganz dem Grundgedanken des gesellschaftlich verantworteten Rundfunks verpflichtet. Daran arbeiten wir Tag für Tag – für die Menschen, die sich auf uns verlassen.“ 

Längst ist buten un binnen keine reine Fernsehsendung mehr, buten un binnen ist für Radio Bremen die Marke für regionale Information geworden, auch Online, in den sozialen Netzwerken, im Hörfunk, auf Monitoren in Straßenbahnen, Kiosken und sogar im Wartezimmer beim Arzt: „Wir möchten mit unserem Journalismus möglichst viele Menschen in unserer Region erreichen. Junge, Alte, Familien, Facharbeiter, Studierte und Arbeitslose. Der Kern von allem ist immer die Geschichte, die Information – und die bereiten wir dann je nach Plattform auf“, sagt buten un binnen-Regionalchef Frank Schulte. 

Mit dieser strategischen Weiterentwicklung ist buten un binnen erfolgreich. Während des Corona-Lockdowns erreichte die TV-Sendung mit Werten jenseits der 50 Prozent Marktanteile wie man sie nur aus Zeiten in den 80er Jahren kannte, als es lediglich drei TV-Programme gab. Die Zugriffe auf butenunbinnen.de verzehnfachten sich, die Community bei Instagram wuchs deutlich. 

„Die Medienkonsumgewohnheiten ändern sich rasant, aber Werte wie Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit sind und bleiben wichtig. Deshalb sind wir froh mit buten un binnen eine Marke zu haben, die für all das steht“, so Schulte. 

buten un binnen 

Radio Bremen startete am 1. September 1980 sein eigenständiges Fernsehregionalprogramm im Ersten, zuerst unter dem Titel „Bremer Berichte“. Die neue Sendung entwuchs dem Wunsch, auch im TV umfangreicher und aktueller aus der eigenen Region zu berichten. Knapp mehr als 20 Redakteurinnen, Redakteure und freie Mitarbeitende, darunter z.B. Christian Berg, Michael Geyer und Ulla Hamann, kümmerten sich um die Sendungsinhalte. Die Leitung des Programms übernahm Radio Bremen-Chefredakteur Ulrich Kienzle.

2005 wechselte buten un binnen im Rahmen der Harmonisierung des Vorabendprogramms ins von NDR und Radio Bremen gemeinsam betriebene Dritte Fernsehprogramm. 

Seit 2016 moderieren Felix Krömer und Kirsten Rademacher, unterstützt von Janos Kereszti, Lea Reinhard und Lena Oldach das TV-Magazin. 

2019 erreichte buten un binnen im Jahresdurchschnitt 30,8 Prozent Marktanteil beim Bremer Publikum und belegte in der bundesweiten Hitliste der Fernsehregionalmagazine den zweiten Platz. Im norddeutschen Vergleich war die Kurzausgabe „buten un binnen um 6“ unangefochten der Spitzenreiter. 

buten un binnen wird im Radio Bremen Fernsehen täglich von 19:30 bis 20 Uhr ausgestrahlt, von Montag bis Freitag auch von 18:00 bis 18:15 Uhr gemeinsam mit dem Sportblitz als buten un binnen um 6.
Im Hörfunk versorgt buten un binnen die Radio Bremen-Wellen mit Informationen aus der Region. 
butenunbinnen.de verzeichnet täglich rund 100.000 Visits, der Facebook-Kanal von buten un binnen erreicht rund 160.000 Abonnentinnen und Abonnenten, bei Instagram sind es über 55.000. 

Radio Bremen wird 75 – und kein bisschen leise!

Es begann am 23. Dezember 1945 mit einem einfachen Satz: „Hier ist Radio Bremen“ klang es aus den Radios. Das war der Start einer neuen Ära. Seit 75 Jahren ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk Medium und Faktor der freien Meinungsbildung, einer demokratischen, sozialen und kulturellen Gesellschaft – inzwischen natürlich auch im TV und Online. 

Radio Bremen sagt im Jubiläumsjahr „Danke“ zu den Menschen, die das ermöglichen: den Hörer*innen, Zuschauer*innen und Nutzer*innen aus Bremen, Bremerhaven und umzu. Im September bietet Radio Bremen sowohl spannende Aktionen als auch informative Sendungen und Angebote. Dabei geht es um den Blick zurück auf Rundfunk-Pioniere, finanzielle Nöte, Wandlungsfähigkeit und Programm-Höhepunkte, aber auch nach vorne in die multi-/crossmediale Gegenwart und Zukunft des Funkhauses an der Weser. 

Noch mehr erleben: Das Focke Museum eröffnet seine multimediale Sonderausstellung „Medienwelten: 75 Jahre Radio Bremen“ am 26. September. 

Fotos können unter presseinfo@radiobremen.de abgerufen werden.