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28 Tage lang: Hörspiel nach Roman von David Safier

ab 22. April | ARD Audiothek und ab 25. April, 18:05 Uhr | Bremen Zwei

In seinem Roman „28 Tage lang“ schreibt der bekannte Bremer Autor David Safier die Geschichte des Mädchens Mira, das sich 1943 einem Aufstand im Warschauer Ghetto anschließt. Genau 28 Tage hält der Widerstand den Nationalsozialisten stand. „Was für ein Mensch willst du sein, wie würdest du dich verhalten in so einer Situation? Würdest du töten, würdest du Leben retten, würdest du dein eigenes Leben einsetzen für andere?“, beschreibt David Safier die universellen Fragen, die sich leitmotivisch durch den Roman ziehen. Das gleichnamige Radio Bremen-Hörspiel ist ab 22. April in der ARD Audiothek verfügbar und ab 25. April, 18:05 Uhr, auf Bremen Zwei.

„28 Tage lang“

1940 errichteten die deutschen Besatzer das Warschauer Ghetto. Auf 2,4 Prozent der Fläche Warschaus wurden mehr als 500.000 Juden ‚umgesiedelt‘ und der Willkür der SS preisgegeben. Hunger, die Gefahr von Typhus und Fleckfieber, Todesangst sind allgegenwärtig und bestimmen den Alltag der Ghettobevölkerung. Mira, ein 16-jähriges Mädchen, ihre Eltern, ihr Bruder Simon und ihre jüngere Schwester Hannah gehören zu den eingepferchten Juden. Ihr Vater nimmt sich das Leben, ihre Mutter ist resigniert – seitdem sorgt sie für die Familie, schmuggelt Lebensmittel, um überleben zu können. Kraft gibt ihr die Phantasiewelt von Hannah, ihre Gutenachtgeschichten von den „777-Inseln“. Simon hingegen arbeitet für die Judenpolizei, in Miras Augen ein „Judenpolizistenschwein“. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung in Vernichtungslager nach Osten deportiert und umgebracht werden soll, schließt sie sich dem Widerstand an. Mit Gleichgesinnten versucht sie, der Übermacht der SS zu trotzen. Zusammen mit Amos gelangt sie in den polnischen Teil von Warschau, um Waffen zu besorgen. Die erhoffte Unterstützung durch die polnische Heimatarmee bleibt aber aus. Trotzdem können die Aufständischen 28 Tage lang der deutschen Übermacht widerstehen vom 19. April bis 16. Mai 1943. Mira ist eine von wenigen, die aus dem Ghetto fliehen kann.

David Safier

David Safier zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der letzten Jahre. Seine Romane „Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“, „Plötzlich Shakespeare“, „Happy Family“ und „Muh!“ erreichten Millionenauflagen. Auch im Ausland sind sie Bestseller. Als Drehbuchautor wurde David Safier mit dem Grimme-Preis sowie dem Emmy ausgezeichnet. 2017 produzierte Radio Bremen seine Hörspiel-Bearbeitung des Theaterstücks von Jerzy Jurandot „Die Liebe sucht ein Zimmer“. Im März 2021 erscheint sein neuer Roman ‚Miss Merkel – Mord in der Uckermark‘.

Besetzung

ErzählerinAngela Winkler
MiraElisa Schlott
HannahToni Lorentz
SimonOle Lagerpusch
Miras MutterUlrike Krumbiegel
DanielMax Mauff
AmosPatrick Güldenberg
RebeccaHelene Herwig

in weiteren Rollen: Paul Herwig, Oskar Hoppe, Lisa Hrdina, Peter Jordan, Carmen Maja-Antoni, Sina Martens, Sascha Nathan, Martin Rentsch, Jacob Schmidt, Bernd Stegemann

Stab

Bearbeitung und RegieUlrich Lampen
AssistenzFelix Lehmann
Musik und KompositionVerena Guido
GastsolistenMari Fukazawa (Viola) und Juraj Cizmarovic (Violine)
RedaktionHolger Rink (Radio Bremen)

Eine Produktion von Radio Bremen 2021

Sendetermine auf Bremen Zwei:

  • Teil 1: 25. April,18:05-19:00 Uhr
  • Teil 2: 1. Mai (Tag der Arbeit).,19:05-20:00 Uhr
  • Teil 3: 9: Mai,18:05-19:00 Uhr

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei